Wave vs Plaud
Plaud verkauft dedizierte Aufnahme-Hardware — die per MagSafe befestigte Note-Karte und den tragbaren NotePin — gekoppelt mit einer App, die transkribiert und zusammenfasst. Wave erledigt denselben Job in Software: Ihr iPhone, Android-Smartphone, Ihre Apple Watch oder Ihr Computer nimmt auf, und die KI übernimmt den Rest. Die eigentliche Frage ist, ob Sie überhaupt noch ein weiteres Gerät kaufen, mitführen und aufladen müssen.
Plaud hat sich einen Namen gemacht, indem es den entgegengesetzten Weg aller anderen KI-Notiztools ging: Statt einer App oder einem Meeting-Bot liefert es physische Rekorder. Das Plaud Note ist ein kartendünnes Gerät, das per MagSafe am Telefon haftet; der NotePin ist ein Wearable. Beide erfassen Audio und reichen es an eine Begleit-App weiter, die KI-Transkription und Zusammenfassungen übernimmt — Funktionen, die zusätzlich zum Hardware-Kauf an ein Abo mit monatlichen Minutenkontingenten gebunden sind.
Wave baut auf einer einfacheren Beobachtung auf: Die Geräte, die Sie ohnehin bei sich tragen, sind hervorragende Rekorder. Ihr Telefon hat bessere Mikrofone als die meiste dedizierte Hardware, Ihre Uhr sitzt bereits am Handgelenk, und Ihr Computer hört ohnehin jeden Videocall.
Wie beide Audio erfassen
Plaud nimmt persönliche Gespräche über die Mikrofone des Geräts auf und erfasst Telefonate akustisch — die per MagSafe befestigte Karte fängt das Gesprächsaudio ein, das über Lautsprecher oder Hörmuschel Ihres Telefons läuft. Alles wandert anschließend zur Transkription und Zusammenfassung durch die Plaud-App.
Wave erfasst auf fünf Wegen — ganz ohne zusätzliche Hardware:
- Persönlich — drücken Sie auf iPhone, Android-Smartphone oder Apple Watch auf Aufnahme und erfassen Sie den Raum.
- Telefonate — die integrierte Phone Bridge nimmt ein- und ausgehende Anrufe auf iPhone und Android direkt auf, beide Seiten werden transkribiert. Kein Gerät, das am Lautsprecher Ihres Telefons balanciert.
- Videocalls, auf zwei Wegen — ein Kalender-Bot tritt Ihren Zoom-, Google-Meet- und Microsoft-Teams-Meetings bei, oder Wave Desktop erfasst Mikrofon- und Systemaudio auf Mac und Windows — ganz ohne Bot.
- Browser-Audio — die Chrome-Erweiterung nimmt Tab-Audio auf.
- Importe — vorhandene Audio- oder Videodateien einwerfen und dasselbe Transkript samt Zusammenfassung erhalten.
Die Hardware-Frage
Ein dedizierter Rekorder ergibt in einigen Situationen Sinn: Sie möchten ein physisches Gerät, das nicht Ihr Telefon ist, Ihr Arbeitgeber beschränkt, welche Apps Sie installieren dürfen, oder Sie mögen das Ritual eines eigenständigen Gadgets. Das sind echte Präferenzen, und Plaud bedient sie gut.
Für alle anderen ist Hardware ein Kostenpunkt ohne Nutzen: noch etwas, das man kaufen, laden, mitführen und irgendwann verlieren muss — und trotzdem kann es keinem Zoom-Call beitreten, kein Desktop-Audio erfassen und keinen Anruf digital von beiden Seiten aufnehmen. Waves Aufnahmen liegen zudem in einem durchsuchbaren Archiv über alle Geräte hinweg — mit KI-Zusammenfassungen, Action Items und einem Chat, der Fragen aus jedem Transkript beantwortet.
Wo welcher Ansatz gewinnt
Wählen Sie Plaud, wenn: Sie gezielt eigenständige Aufnahme-Hardware wollen oder auf Ihrem Telefon keine Aufnahme-Apps installieren können.
Wählen Sie Wave, wenn: Sie lieber das Telefon, die Uhr und den Computer nutzen, die Sie schon besitzen — und Videocall-Erfassung, digitale Telefonataufnahme und ein synchronisiertes, durchsuchbares Archiv gleich inklusive haben wollen. Starten Sie mit dem Gratis-Plan (30 Minuten pro Monat; Bezahlpläne ab 80 $/Jahr oder 15 $/Monat) oder sehen Sie sich die vollständige Liste der Plaud-Alternativen an.
